Freitag, 6. Januar 2017

10. Mai: Saisonauftakt der Meeresstation Krk – Möchtest Du auch dabei sein?



Die Meeresstation Krk von MareMundi (Schule am Meer) in Punat wird am 10. Mai 2017 ihre Pforten öffnen; am 15. Mai kommt bereits die erste Schule der Saison an, um viel Neues über das Mittelmeer und seinen Schutz zu erfahren. Unser Team wird daher ab dem 10. Mai (Mittwoch) vor Ort sein, um die Aquarien einzurichten, einige technische und ästhetische Verbesserungen vorzunehmen, den Garten zu gestalten und überhaupt alles vorzubereiten. Doch sind wir auch da um schöne und lehrreiche Ausflüge zu machen, einige spannende Vorträge von Robert zum Thema „Wasser“ und „Mediterranistik“ zu hören (zwei aktuelle Schwerpunktthemen von MareMundi), Bootsausflüge mit Toni und Niko zu unternehmen und kulinarisch etwas zu erleben – um einfach den Frühling zu genießen und Spaß zu haben. Ob Vorstands- und Teammitglied, Freund und Unterstützer, Praktikant und Volontär (von gestern, heute und morgen) oder einfach Freund der Meere – Euer Kommen würde uns helfen und würde uns sehr freuen!

Studenten aufgepasst – MareMundi hat noch Praktikumsplätze zu vergeben!


Zeitraum: Mai bis Ende Juli & September bis Mitte Oktober 2017

MareMundi ist ein österreichischer Verein zur Förderung der Meereswissenschaften unter Leitung des Biologen Dr. Robert Hofrichter. Das Ziel von MareMundi und seinen Aktivitäten ist es auf der Basis von Forschung und Bildung einen Beitrag für den Schutz der Meere zu leisten. Für diesen Zweck errichtete MareMundi drei Feldstationen (Dahab, Kreta & Krk) und bietet meeresbiologische Projektwochen für Schulklassen, Studenten und Naturfreunde, unterstützt Studenten bei der Umsetzung meeresbiologischer Abschlussarbeiten und verfasst wissenschaftliche Fachliteratur.

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MareMundi – Gedanken zum Jahreswechsel 2017



Liebe Freunde der Natur, liebe Bewunderer des Mittelmeeres,

die Welt startet in ein neues Jahr voller politischer, gesellschaftlicher und auch ökologischer Unsicherheiten. In Zeiten ebenso negativer Schlagzeilen wie auch Stimmungen sind sinnstiftende, integrierende, ganzheitlich gedachte Aktivitäten der Zivilgesellschaft gefragter denn je. Unser Team ist sich einig: Den um sich greifenden Skeptizismus weiter anzuheizen macht überhaupt keinen Sinn, ebenso wie es sinnlos ist zu hinterfragen, ob Naturschützer und Weltverbesserer den Lauf der Dinge zum Besseren wenden können.

Darum hat der neu gewählte und auf zwölf Personen erweiterte Vorstand unserer gemeinnützigen NGO MareMundi konkrete und umsetzbare Visionen formuliert. Sie drehen sich um die drei Aufgabensäulen unserer Naturschutzorganisation: Forschung, Bildung und Schutz. Wir sind überzeugt, dass zu derartigen Bemühungen und zur Stärkung ziviler Initiativen keine Alternativen gibt: Sie stiften für uns selbst Sinn, sie erreichen wie die von einem Mittelpunkt ausgehende Wellen immer weitere Kreise von Menschen, die sich von unseren Visionen einer besseren Welt begeistern lassen, sie erreichen – was wesentlich für die Zukunft ist – Kinder und Jugendliche, von denen sich ein beträchtlicher Teil mit den positiven Lebensvisionen gern anstecken lässt.

Mehr für die Bewusstseinsbildung unserer Gesellschaft erreichen, für junge Forscher, für solide Umwelterziehung, für konkrete Schritte im Kampf gegen die verheerende Belastung unserer Welt mit Plastik und Toxinen, für sinnstiftende Aktivitäten, die sich wie das Wasser selbst, der Mittelmeerraum und die Bewahrung natürlicher Ressourcen um fixe Größen unserer Existenz und Zivilisation drehen – dass sind Ziele, die MareMundi mit Ihrer Hilfe 2017 vorantreiben wird. Dabei ist das Bild der konzentrischen Wellen ausschlaggebend, die von einem Mittelpunkt aus immer weitere Kreise ziehen. Denn diese Kreise sind Sie, Menschen, die Mut und Engagement haben und Zivilcourage zeigen, Querdenker, die anstatt über die Zustände zu jammern (alles wird immer nur schlechter) auf irgendeine Weise positive Initiativen unterstützen und weiter tragen – und sei es „nur“ durch finanzielle Unterstützung des Natur- und Meeresschutzes.

Begleiten Sie uns auf einer wichtigen Etappe des Weges, trauen Sie sich zu die Welt um ein kleines Stückchen zu einem lebenswerteren Platz zu machen!

Gute Gesundheit im Neuen Jahr, mehr Frieden, persönliche Zufriedenheit und die Umsetzung möglichst vieler positiver Visionen, das wünschen Ihnen im Namen des Vorstands

Ihre

Dr. Robert Hofrichter, President
Dr. Walter Buchinger, Vize-Präsident

Montag, 14. November 2016

MareMundis geheimnisvolles Mittelmeer: Elefanten, Kyklopen, riesige Zwerge und kleine Riesen

Ob meeresbiologische Projektwochen für Schulen in Kroatien, Lehrerfortbildung oder Seminar für Taucher: Bei MareMundi können Schüler, Jugendliche, Studenten, doch auch ihre Lehrer, Taucher und jeder Liebhaber der Natur und der Mittelmeerregion mehr über die Geheimnisse des Mediterrans lernen. Etwa über (Zwerg)Elefanten. Elefanten? Auf Malta, Kreta und insgesamt mindestens 16 Mittelmeerinseln? Erinnert man sich doch bei Elefanten im Mittelmeerraum vor allem an Hannibal, seinen berühmten Zug über die Alpen und frierende Rüsseltiere. Es hat sie aber durchaus auch natürlich gegeben, nicht nur auf Malta, sondern genauso auf Sizilien, der Südspitze des italienischen Stiefels, auf Sardinien, auf Kreta, Zypern, Rhodos und etlichen weiteren griechischen Inseln. Malta hat eine der bekanntesten und am besten untersuchten Tiergesellschaften dieser Art.

Freitag, 11. November 2016

Luigi Ferdinando Marsigli, Vater der Ozeanographie, und das bekannte Experiment von MareMundi


Seit Jahren gehört es zu den Höhepunkten des MareMundi-Programms bei meeresbiologischen Schulprojektwochen, Mittelmeer-Seminaren oder Lehrerfortbildungen: das zwischenzeitlich beinahe legendär gewordene Experiment mit zwei verbundenen Aquarien. MareMundi-Gründer Robert Hofrichter ließ sich bei der Entwicklung des Experiments vom Vater der Ozeanographie inspirieren, Luigi Ferdinando Marsigli. Wikipedia schreibt über ihn: In Konstantinopel wies er 1679 durch Messungen nach, dass salzarmes Wasser an der Oberfläche aus dem Schwarzen Meer durch den Bosporus ins Mittelmeer strömt und salzigeres Wasser in der Tiefe in umgekehrter Richtung. Diese Ergebnisse veröffentlichte er 1681 in Rom … Von 1706 bis 1708 war er in der südfranzösischen Küstenregion und unternahm meereskundliche Studien von einem Schiff aus. Dabei entdeckte er Küstenstrukturen (Schelf) unter Wasser und Meeres-Canyons. 1725 erschien sein Buch über Meereskunde.

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Fünfstrahlige Symmetrie: MareMundi erklärt das Geheimnis der Stachelhäuter

Die Lehrpläne der Schulen – selbst der Gymnasien als traditioneller Schmieden künftiger intellektueller Eliten – ändern sich im Laufe der Zeit in eine gewisse, beunruhigende Richtung, die älteren Biologen unverständlich erscheint. Sie fragen sich: Wer macht diese Lehrpläne und warum gestalten sie sich so? Kinder und Jugendliche lernen nämlich so gut wie nichts mehr über biologische Systematik und die Frage, welche Tierstämme auf unserem Planeten leben. Junge Menschen mit mittlerer Reife kommen auf die Universitäten um beispielsweise Biologie zu studieren – und haben nie erfahren, was Stachelhäuter (Echinodermata), Weichtiere (Mollusca), Gliederfüßer (Arthropoda) und all die anderen Tierstämme sind (von Artenkenntnis wollen wir gar nicht erst sprechen, siehe dazu mare-mundi erklärt, warum Artenkenntnis die Grundlage für jeden Naturschutz ist: Artenkenntnis ist das Große Einmaleins der Biologie). Private bzw. gemeinnützige Bildungseinrichtungen wie die Station von MareMundi auf Krk springen dort ein, wo der staatliche Bildungssektor versagt. Es ist unsere Erfahrung, dass die meisten Schüler während der Projektwochen auf Krk zum ersten Mal etwas von Tierstämmen lernen. Und genauso wenig wissen sie von den äußerst wichtigen Symmetrieverhältnissen in der Natur, ohne die kein Verständnis von Lebewesen möglich ist. In diesem Artikel stellt MareMundi ein außergewönliches und einzigartiges Beispiel vor: Die Stachelhäuter und ihre pentamere Symmetrie.

Donnerstag, 10. November 2016

Biophilia: MareMundi bietet ein gutes Rezept gegen die Naturentfremdung von Jugendlichen


Vor einigen Wochen hat sich MareMundi auf dieser Webseite mit einem schwerwiegenden Problem der Gegenwart auseinander gesetzt: Bambi-Syndrom, lila Kuh, gelbe Enten: Bei Schulprojektwochen der Naturentfremdung entgegenwirken. Der Chronobiologieforscher Max Moser schrieb dazu: Löst der Mensch sich von der natürlichen rhythmischen Naturordnung, wie es in modernen Zivilisationen passiert, dann kommt es nicht nur zu chronischen Zivilisationskrankheiten, sondern auch zu ökosozialen Problemen. MareMundi bietet ein gutes Rezept gegen die Naturentfremdung von Jugendlichen. Es trägt den geheimnisvollen Namen Biophilia.